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Studien zur Soziologie des Urchristentums, 3. Auflage by Gerd Theißen

By Gerd Theißen

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Hier ist sie vielmehr erhellend und steuert der Tendenz zu harmonisierenden Deutungen entgegen. Ihre Problematik liegt darin, daß ein Konflikt in jeder Epoche zum ausschlaggebenden Konflikt erklärt wird, der nun die Gesamtheit der gesellschaftlichen Erscheinungen determinieren soll und als Motor der Entwicklung verstanden wird. In der Antike wäre das der Konflikt zwischen Sklaven und Sklavenhaltern72 • Nun ist Sklaverei zweifellos ein grundlegender Bestandteil antiker Ökonomie. Aber sie ist im größeren Zusammenhang der Suche nach völlig abhängigen Arbeitern zu sehen: Tagelöhner waren hier noch mehr ausnutzbar als Sklaven, für deren Unterhalt man immerhin sorgen mußte.

Kor 8,9). Die Erhöhung des Niedrigen dagegen, wie sie christologische Symbolik klar zum Ausdruck bringt, findet keine ebenso deutliche soziale Entsprechung: Der Sklave soll Sklave bleiben. Kor 7,21 ff). Die Frau soll untergeordnet bleiben. Nur in Christus ist ihr Unterschied zum Manne aufgehoben (Gal 3,28). Hier reicht die symbolische Wirklichkeit weit über die soziale Wirklichkeit hinaus. Was theologisch als eschatologischer Vorbehalt erscheint, hat eine soziale Entsprechung. Man kann solche Entsprechungen zwischen sozialer Realität und einer religiösen Symbolik mit L.

Eine Untersuchung der gnostischen Gruppenbildungen ist abhängig von der Publikation der N ag-Hamadi-Texte. Wahrscheinlich werden wir einige unserer Urteile revidieren müssen. V gl. schon jetzt K. KOSCHORKE: Eine neu gefundene gnostische Gemeindeordnung. Zum Thema Geist und Amt im frühen Christentum, ZThK 76 (1979) 30-60. 59 C. F. WEIZSÄCKER: Gedanken eines Nichttheologen zur theologischen Entwicklung Dietrich Bonhoeffers (1976) in: Der Garten des Menschlichen, München 1977,454-478, dort S. 461; vgl.

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